Bericht April

Auch der April stand im Zeichen des völkerrechtswidrigen Angriffs Russlands auf die Ukraine. Neue Kriegsverbrechen kamen zum Vorschein. Die internationale Gemeinschaft reagierte mit großer Bestürzung. Wir möchten an dieser Stelle unter anderem auf die weltwirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges eingehen. Dies geschieht im Bewusstsein um das humanitäre Leid der Menschen in der Ukraine. Die Guliver Anlageberatung GmbH hofft auf ein baldiges Ende des Krieges – wir sind in Gedanken bei den Betroffenen.

Neben dem Krieg trugen auch andere Faktoren zu einer belasteten Stimmung an den Börsen bei. Die anhaltenden Preisanstiege bewegten die US-Notenbank zur größten Erhöhung des Leitzinses seit mehr als zwanzig Jahren. Die Berichtssaison zum ersten Quartal 2022 hat an Fahrt aufgenommen und fördert im Tech-Bereich ein gemischtes Bild zutage. Eine genaue Differenzierung zwischen Geschäftsmodellen und individuellen Belastungen wird damit umso wichtiger.

Unter dem Strich spiegelte auch der April vor allem die allgemeine gesellschaftliche Stimmung wider. Unsicherheiten über den Kriegsverlauf, hohe Corona-Zahlen in China, anhaltend überlastete Lieferketten und dadurch bedingte Preisanstiege sind eine Mischung, die steigenden Kursen im Weg stehen. Mit Blick auf die Guliver-Fonds betonen wir die langfristige Anlageperspektive. Die durchschnittliche jährliche Rendite in den letzten drei Jahren liegt für alle Fonds innerhalb der angestrebten Werte.

Krieg in der Ukraine – steigende Energiepreise

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine trübt weiterhin die Stimmung an den internationalen Kapitalmärkten. Spekulationen um eine Generalmobilmachung in Russland und ein mögliches Öl-Embargo der EU trieben die Sorge vor weiter steigenden Energiepreisen an. Das belastet vor allem energieintensive Industrien und die privaten Haushalte. Profiteure der Preisanstiege sind fossile Energiekonzerne, sie konnten im April – entgegen des allgemeinen Trends – hinzugewinnen.

Guliver bewertet Investitionen in diesem Bereich ökologisch und ökonomisch als nicht nachhaltig. Daran ändern nach unserer Ansicht auch die jüngeren Entwicklungen nichts.

FED erhöht Leitzins – langlaufende Bundesanleihen unter Druck

Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug die voraussichtliche Teuerungsrate im April 7,4% im Vergleich zum Vorjahresmonat. In den USA erreichte sie derweil ein Vierzigjahreshoch. Als Reaktion auf die stark steigenden Preise kündigte die US-Notenbank FED eine Erhöhung der Leitzinsen um 0,5% an – der höchste Sprung seit mehr als 20 Jahren.

In diesem Zusammenhang lohnt sich ein Blick auf den Anleihemarkt. Der April war der schlechteste Monat für langlaufende Bundesanleihen seit Bestehen des Rentenindex. Er büßte -6,8% Rendite ein. Auf Jahressicht liegen die Verluste bei über 12%. Guliver hat bisher Renditeverluste abgesichert. Das führte zu einer spürbaren Begrenzung der Verluste, ein strategisch sinnvoller Schritt. Vor wenigen Tagen wurde diese Absicherung nun aufgelöst. Im Guliver Demografie Sicherheit beträgt die Anleiherendite inzwischen wieder 2,95% und liegt damit im langfristigen Zielkorridor.

US-Tech-Werte senden gemischte Signale

Die Berichtssaison ist in vollem Gange. Der zuletzt unter Druck geratene US-IT-Sektor  konnte sich zum Monatsende hin etwas beruhigen. Grund dafür waren überraschend positive Quartalszahlen vom Facebook-Mutterkonzern Meta. Zuvor hatten schlechte Nutzerzahlen bei Netflix einen starken Kursrutsch ausgelöst. Auch die Google-Mutter Alphabet konnte Anleger mit ihren Quartalszahlen nicht überzeugen. Der Online-Händler Amazon enttäuschte ebenfalls, die Aktie gab nach. Grund dafür ist unter anderem ein Personalüberhang. Deutlich positiver konnte sich der Software-Konzern Microsoft präsentieren. Insgesamt lag der Rücksetzer im IT-Bereich im abgelaufenen Monat aber im Rahmen der allgemeinen Verluste.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Start in die warme Jahreszeit.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Guliver-Team